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GESCHICHTE

Die Wälder der Oberförsterei Babimost sind durch Ackerland und Ortschaften geteilte Fragmente des früheren Lebuser Urwalds, der sich einst zwischen der Oder, der Warthe und der Obra erstreckte.

Der Zisterzienserorden hat sich um die Landwirtschaft sehr verdient gemacht und hatte einen bedeutenden Einfluss auf die Gestaltung der natürlichen und kulturellen Landschaft der ganzen Region. Der östlich von der Linie Szczaniec-Wojnowo gelegene Teil der Wälder der heutigen Oberförsterei Babimost war, ähnlich wie manche Ortschaften (Babimost eingeschlossen) Eigentum der Zisterzienser aus Obra. Die Mönche führten moderne Landwirtschaft ein, organisierten die Verarbeitung (Mühlen, Sägewerke), führten Meliorationsarbeiten. Die Forstwirtschaft für die Zwecke des Klosters hatte eher einen Raubcharakter. Nach der Säkularisierung der Klostergüter wurden diese Ländereien Eigentum der Schlachta (polnischer niederer Adel).

Eine Planwirtschaft hinsichtlich der Forste auf dem Gebiet der aktuellen Oberförsterei Babimost begann Mitte des XIX Jh. Die einstigen Forste auf diesem Gebiet waren geprägt durch Kiefer- und Mischwaldbestände mit Anteil der Buche, der Kiefer und der Eiche, sowie durch gleichartige Laubwaldbestände,hauptsächlich Eichen- und Buchenbestände, in den Torftälern Erlen- und Eschen- und Erlenbestände. Viele Schäden (massiver Holzeinschlag, Brände) wurden durch Kriege verursacht, die auf diesen Gebieten geführt wurden.

Ende der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts gab es innerhalb der Grenzen der heutigen Lebuser Wojewodschaft circa dreißig Naturschutzgebiete, vor allem Waldschutzgebiete. Manche dieser schützenswerten Gebiete befinden sich auf dem Gebiet der Oberförsterei Babimost. Dazu gehören:

- Waldschutzgebiet „Laski", gegründet am 2. Oktober 1940 auf der Fläche von 38,4 ha;

- Waldschutz- und Aussichtsgebiet „Las przy kaplicy oraz staw nad drogą Dąbrówka Wielka – Zbąszynek" (Wald an der Kapelle und Teich an der Straße Dąbrówka Wielka – Zbąszynek);

- Als Aussichtsgebiet stand unter Schutz ebenfalls der 200 m breite Streifen entlang der Straße Świebodzin – Sulechów.

Bis 1945 waren die Wälder der jetzigen  Oberförsterei Babimost vollständig im privaten Besitz, wovon ca. 60% zu größeren Landgütern, 35% zu Kleinbesitzern und der übrige Teil zu Kirchen und Gemeinden gehörten.

1945 wurden die Wälder der jetzigen Oberförsterei verstaatlicht und die Generaldirektion der Staatsforste wurde mit der Verwaltung beauftragt.

Die Oberförsterei Babimost in der heutigen Form (mit den Planungsgebieten Dąbrówka, Kargowa und Szczaniec) wurde am 1. Januar 1985 gegründet.